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Ausgestaltung des Übungsprogramms für die kardiologische und orthopädische Rehabilitation | © Fraunhofer FOKUS

Pilotierung der MeineReha ®-Plattform in NRW gestartet

News vom 10. Okt. 2016

Am 01.10. startet die Machbarkeitsstudie eines telematisch vernetzen Versorgungsangebotes für die kardiologische und orthopädische Rehabilitationin der Aggertalklinik und der Klinik Roderbirken. Im Rahmen des Projektes Tele-Assist arbeiteten Ärzte und Sporttherapeuten an der Ausgestaltung eines Übungsprogramms, das sowohl in der Orthopädie wie auch Kardiologie angewendet werden kann. Auf Basis der MeineReha®-Plattform entstanden 20 Übungen, die den Patienten in der Nachsorgephase nach einem stationären Reha-Aufenthalt helfen sollen, Ausdauer und Bewegungsvermögen weiter zu stabilisieren.

„Dieses innovative System könnte ein zusätzlich hilfreiches Element in der langfristigen Nachsorge von Koronarpatienten werden. Dies umso mehr, als die Sekundärprävention in Deutschland bisher keine guten Ergebnisse zeitigt“ sagt Dr. Wolfgang Mayer-Berger, Ärztlicher Direktor der Klinik Roderbirken, eine Klinik der Deutschen Rentenversicherung Rheinland.

„Das Projekt Tele-Assist bietet uns die Möglichkeit, Patienten für eine aktive Rehanachsorge zu motivieren. Mit flexiblen Trainingszeiten für Patienten und einer umfangreichen Betreuung der Therapieeinheiten hoffen wir auch Patienten zu erreichen, denen es vorher nicht möglich gewesen wäre zu trainieren.“ (Sebastian Jakob, Physiotherapeut in der Aggertalklink Engelskirchen)

Das Projekt startete zum 01.10.2015 mit einer Konzeptionsphase, welche Übungen für ein sensorbasiertes, assistives Training gemäß den bestehenden Leitlinien umsetzbar sind. Entwickelt wurden Übungen für die Indikation Rückenschmerz und koronare Herzkrankheit, die sowohl Ausdauer, Stabilisation, Kräftigung, Koordination und Beweglichkeit fördern.

„Für die Klinik Roderbirken und die Aggertalklinik haben wir einen neuen Systemaufbau von MeineReha® umgesetzt, sodass unser häusliches TV-basiertes System und das mobile Smartphone-basierte System integriert in der Klinik genutzt werden können. Auf Wunsch der beteiligten Ärzte und Therapeuten ist es nun auch möglich Video- und Sensordaten zu den jeweiligen Übungen aufzuzeichnen und an das betreuende medizinische Personal zu senden. Interessant ist für uns nun zu sehen, wie das System von Patienten, Ärzten und Therapeuten angenommen wird.“ äußert sich Dr. Michael John, Gesamtprojektleiter von MeineReha®.

Die Evaluationsphase dauert 3 Monate und wird voraussichtlich im Januar 2017 abgeschlossen. Hier werden Aspekte der Akzeptanz und Zufriedenheit von Patienten, Ärzten und Therapeuten im Umgang mit dem MeineReha®-System erhoben und durch das Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universität zu Köln (IGKE) ausgewertet. Gefördert wird das Projekt von dem Forschungsverbund refonet der Deutschen Rentenversicherung Rheinland.